In einer klassischen SMT-Linie prüft die SPI das Ergebnis des Lotpastendrucks und meldet Abweichungen. Die Entscheidung, warum ein Fehler entstanden ist und welche Prozessparameter verändert werden müssen, liegt jedoch häufig beim Bediener oder Prozessingenieur.
Mit ASMPT Process Lens und WORKS Optimization lässt sich dieser Regelkreis automatisieren. Das SPI-System misst den Lotpastendruck und stellt die Prozessdaten für die Analyse zur Verfügung. Das in WORKS Optimization integrierte Process-Expert-System bewertet die Daten, erkennt Prozessabweichungen und kann den Druckprozess automatisch optimieren.
Damit entsteht ein Closed Loop zwischen Drucker und SPI:
DEK Drucker → Process Lens SPI → WORKS Optimization / Process Expert → Prozessanalyse → automatische Korrektur des Druckprozesses
Die wichtigsten Vorteile:
- Automatische Druckoptimierung: Prozessabweichungen werden nicht nur erkannt, sondern können automatisch korrigiert werden.
- Selbstlernendes Expertensystem: Process Lens bildet zusammen mit dem Process Expert ein selbstlernendes Inline-SPI-Expertensystem für die Prozessoptimierung.
- Weniger Bedienereingriffe: Prozesskorrekturen müssen nicht bei jeder Abweichung manuell durch einen Mitarbeiter vorgenommen werden.
- Stabilere Prozesse: Wiederkehrende Abweichungen und Fehlerursachen lassen sich frühzeitig erkennen und gezielt korrigieren.
- Schnellere Produkteinführung: Mit dem DFM Health Check können Druckprozesse bereits vor dem ersten realen Druck analysiert und optimiert werden.
- Offene Kommunikation: Über IPC-2591 CFX können auch SPI- und AOI-Systeme von Drittanbietern in WORKS Optimization eingebunden werden.
WORKS Optimization geht inzwischen über den Lotpastendruck hinaus. Die Module Printing, Placement und Quality Viewer beziehen auch Daten aus dem Bestückprozess sowie von SPI- und AOI-Systemen ein. Dadurch können Fehlerursachen nicht nur an einer einzelnen Maschine, sondern entlang der gesamten SMT-Linie analysiert werden.
Der klassische Regelkreis „prüfen und reagieren“ entwickelt sich damit zunehmend zu einem selbstregelnden Fertigungsprozess, bei dem Prozessdaten unmittelbar zur Optimierung der Produktion genutzt werden.
Das Ergebnis: Weniger manuelle Eingriffe, schnellere Fehlerursachenanalyse, stabilere Prozesse und eine kontinuierliche Optimierung der SMT-Fertigung.
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